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PADRE PABLO FINK

Padre Fink stammte von einem kleinen Bauernhof in Latzfons im südlichen Eisacktal, in Südtirol. Er studierte zunächst in Südtirol und dann in Rom an der Universität Gregoriana. Am 5. Juli 1964 wurde er schließlich zum Priester geweiht. Nach weiteren Jahren des Studiums promovierte er 1967. Seit frühster Jugend wollte Padre Fink schon Missionar auf anderen Kontinenten werden. Das Interesse an Südamerika wurde in Rom geweckt – und zwar durch sein Studium am Lateinamerikanischen Kolleg. Ein Jahr nach seiner Promotion kam er schließlich nach Huaraz in Peru und arbeitete dort 2 Jahre als Religionslehrer.




Anfang 1970 setzte der Bischof Pater Fink als Pfarrer von Chiquian, einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Huaraz, ein. Die Pfarrei befand sich damals in einem erbärmlichen Zustand. Die Kirche war baufällig, und den Rest besorgte das schreckliche Erdbeben, das am 30. Mai 1970 weite Teile Perus erschütterte und auch in Chiquian schwere Schäden anrichtete. Padre Fink lebte dort von 1970 bis 1983. Er fühlte sich nicht nur für das seelische, sondern auch für das leibliche Wohl seiner Pfarrgemeinde verantwortlich. Sein Ziel war es, den notleidenden Menschen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Es wurden Schafe und Alpakas zur Wollgewinnung angeschafft, aus Deutschland kamen alte, ausgemusterte Wollverarbeitungsmaschinen. Die von Hand gefertigten Sachen werden seitdem auf Weihnachtsmärkten in München und auf dem Wollmarkt in Vaterstetten angeboten und verkauft.



Von 1984 bis 1991 wirkte Padre Fink dann als Seelsorger in Moro wie schon vorher in Chiquian. Dank seiner Initiative gibt es heute dort ein Schülerheim für 80 Kinder, die aus abgelegenen Bergdörfern kommen und im Heim wohnen, um die Schule in Moro besuchen zu können. Auch Padre Fink wurde durch die Terrorgruppe „Der leuchtende Pfad“ bedroht und flüchtete unter Lebensgefahr von Peru nach Ecuador. Dort gründete er 1992 schließlich das Straßenkinderheim von Santo Domingo de los Tachilas. Zusätzlich zu seiner Funktion als Heimleiter wurde Padre Fink von seinem Bischof eine Pfarrgemeinde von 30.000 Seelen übertragen. Außerdem wurde er zum Koordinator der kirchlich-caritativen Einrichtungen in Santo Domingo bestimmt. Auch hier handelte er, wie wir es von ihm seit vielen Jahren kannten: Er half, wo er konnte!

 



Im September 2008 setzte eine heimtückische Krankheit seinem unermüdlichen Schaffen ein Ende. Er starb schließlich am 23. September 2008 in seiner Heimatstadt Brixen in Südtirol.

DIE NEUE HEIMLEITERIN: UNSERE TERESITA

DIE NEUE HEIMLEITERIN: UNSERE TERESITA

40 Jahre jung, studierte Theologien, geboren in Loja, im südlichen Teil Ecuadors: Martha Moncada ist die neue Leiterin des Straßenkinderheims in Santo Domingo de los Tachilas – besser bekannt unter dem Namen Teresita, so nennen sie die Kinder. An der Katholischen Universität in Quito lernte Teresita einst Schwester Claudia Fischer, eine deutsche Nonne aus Landshut, kennen. Gemeinsam mit ihr arbeitete sie nach ihrem Studium im Mädchenheim Valle Feliz in Santo Domingo de los Colorados (nur wenige Meter von dem Heim entfernt, welches wir unterstützen). Schwester Claudia vermittelte Teresita schließlich für vier Jahre eine Stelle in einem Orden der Zisterzienser in Landshut. Von dort kehrte sie 1995 wieder nach Ecuador zurück, wo sie wieder bis 1998 im Mädchenheim Valle Feliz tätig war. Von 1998 bis 2004 arbeitete sie als Gemeindereferentin in der Pfarrgemeinde Espiritu Santo in Santo Domingo. Während dieser Tätigkeit lernte sie Padre Fink kennen, den sie schließlich bis zu seinem plötzlichen Tod 2008 begleitete. Nach seinem Tod übernahm Teresita die Aufgabe der Heimleitung. Wir sind froh, dass wir sie haben.