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DAS REGELWERK

„Ein Spiel ist die Gesamtheit der Regeln, die es beschreiben“, heißt es. Ein Spiel muss deswegen nicht kompliziert sein, wie der Copa Padre Fink beweist. Abseits gibt es schon Mal nicht. Was Sie sonst noch wissen sollten? Hier steht’s.

 


1 Jede Mannschaft besteht aus 5 Feldspielern und 1 Torwart.


2 Das Runde muss ins Eckige. Dafür hat jedes Team pro Spiel 10 Minuten Zeit – ohne Pause und Seitenwechsel.


3 Gewechselt werden darf beliebig oft und jederzeit – aber ausschließlich an der Mittellinie.


4 Abseits gibt es nicht, dafür sind aber Fair Play und ecuadorianischer Zauberfußball Pflicht.


5 Der Spaß an der Sache steht im Vordergrund – das schließt Schwalben und grobes Foulspiel selbstverständlich aus.


6 Das Teilnehmerfeld von 20 Teams ist in 4 Gruppen (benannt nach Vulkanen) mit jeweils 5 Mannschaften eingeteilt. Gruppe A: Cotopaxi, Gruppe B: Chimburazo, Gruppe C: Tungurahua und Gruppe D: Pichincha


7 In der Vorrunde spielen alle Mannschaften einer Gruppe gegeneinander. In der Finalrunde spielen dann der Erstplatzierte der Gruppe A gegen den Zweiplatzierten der Gruppe B und der Zweitplazierte Gruppe A gegen den Erstplatzierten Gruppe B. Analog dazu spielt der Erstplatzierte Gruppe C gegen den Zweitplazierten Gruppe D und der Zweitplazierte Gruppe C gegen den Erstplatzierten Gruppe D.


8 In den Finalsspielen gibt es bei einem Unentschieden nach 10 Minuten sofort ein Elfmeterschießen (= 7 Meter). Das Finale selbst dauert 2 x 10 Minuten mit Seitenwechsel. Spiel um Platz 3 wird direkt durch ein Elfmeterschießen (= 7 Meter) im Vorfeld des Finals entschieden.


DAS GEFÜHL, GEBRAUCHT ZU WERDEN

Finanzbeamte und Fußball-Schiedsrichter haben vor allem eines gemeinsam, sie sind in etwa so beliebt wie Mario Barth. Anders als der Berliner Komiker werden sie jedoch gebraucht. Immer dann nämlich, wenn sich Menschen an Regeln halten müssen. Beim Copa Padre Fink hat es davon zwar nicht wirklich viele, ein paar wenige sind es aber doch. Und sehen wir es einmal positiv: Wann hat man schon die Ehre, 12 Mann nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Eben, deshalb kommt im Rahmen des Turniers jede Mannschaft in den Genuss bei dem ein oder anderen Spiel den Ton anzugeben. Bei welchem genau steht im Turnierplan. Und wer das Spiel letztlich schlichten wird, bestimmt die Mannschaft. Manche Menschen können das besser, andere schlechter, einige aber scheinen dafür prädestiniert. In diesem Sinne: Freiwillige vor, damit es auf dem Platz auch heuer wieder fair zugeht.